Spuren am Körnerplatz
Achim Jannasch
Eine Kindheit in Dresden-Loschwitz. Achim Jannasch erinnert sich an das Aufwachsen rund um den Körnerplatz.
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Loschwitz lässt sich am besten zu Fuß verstehen. Unten liegt der alte Ort an der Elbe, oben die Hangkante mit Weißem Hirsch und Oberloschwitz, dazwischen knapp hundert Höhenmeter, Treppen, Gründe und zwei Bergbahnen. Die vier Runden auf dieser Seite beginnen alle am Körnerplatz und lassen sich miteinander verbinden.
Holger Friebel, Herausgeber des Elbhang-Kuriers, hat dem Dresden Magazin seinen liebsten Weg beschrieben. Er führt vom Körnerplatz über den Veilchenweg am Ludwig-Richter-Haus vorbei, unter der Schwebebahn hindurch und am alten Weingut entlang zum Hegenbarth-Weg. Oben öffnet sich der Blick über den Ort. Bergab geht es durch die kleine Bogenbrücke zum Künstlerhaus an der Pillnitzer Landstraße und von dort stadtwärts an die Elbe.
Die Runde ist kurz, aber nicht flach. Am Veilchenweg erinnert die Winzersäule an den Weinbau, das Hegenbarth-Archiv und das Künstlerhaus liegen direkt am Weg. Wer danach noch Zeit hat, setzt sich in den Körnergarten oder geht über das Blaue Wunder nach Blasewitz.

Die bequemste Runde nutzt beide Bahnen. Mit der Standseilbahn geht es vom Körnerplatz durch den Burgbergtunnel hinauf zum Luisenhof, dem „Balkon Dresdens“. Oben läuft man an der Hangkante entlang nach Oberloschwitz zur Bergstation der Schwebebahn. Dort lohnt die Aussichtsplattform, von der man nach Angaben der Dresdner Verkehrsbetriebe bis zu den Tafelbergen der Sächsischen Schweiz sieht. Hinunter fährt man mit der Schwebebahn. Mit Pausen für den Ausblick dauert das etwa anderthalb Stunden.
Wer nur eine Fahrt bezahlen will, nimmt die Bahn hinauf und geht zu Fuß zurück. Die Dresdner Verkehrsbetriebe beschreiben dafür einen Abstieg über den Oberen Ziegengrundweg, der über Stufen und einen Waldweg ins Tal führt. In der Gegenrichtung sind es von der Grundstraße 180 Stufen bis zur Bergbahnstraße.
Die lange Runde stammt aus der Reihe „Streifzüge“ der Dresdner Verkehrsbetriebe und dauert etwa drei Stunden. Die Hauptroute führt vom Körnerplatz mit der Standseilbahn zum Luisenhof, durch das alte Kurviertel Weißer Hirsch und in die Dresdner Heide, dort hinunter in den Stechgrund und über den Mordgrundbach. Kurz danach liegen die Degele- und die Schwesternquelle, die in der Gründungszeit des Kurbetriebs gefasst wurden. Über den Wolfshügel geht es weiter zu den drei Elbschlössern und am Ende zurück zum Körnerplatz.
Unterwegs kommt man an der Sternwarte an der Plattleite und an der Mordgrundbrücke von 1828 vorbei. Das Dresden Magazin schlägt eine Variante vor, die an der „Senfbüchse“ beginnt, dem Joseph-Herrmann-Denkmal, und nach der Bergfahrt durch den Mordgrund stadtwärts zu den Schlössern führt.

Der Ortsverein Loschwitz-Wachwitz hat am Elbhang mehrere markierte Rundwege beschrieben, sie gehören zur Sächsischen Weinstraße. Der Körner-Rundweg mit roter Markierung beginnt am Körnerplatz auf dem Körnerweg, der alten Verbindung zwischen dem Dorf Loschwitz und der Stadt Dresden. Links liegt der Bootshafen, der früher als Winterhafen den Schiffen der Weißen Flotte Schutz bot. Vorbei am Sommerhaus der Hofschauspielerin Pauline Ulrich, Körnerweg 12, erreicht man das Elbufer.
Von dort folgt der Weg dem alten Treidelpfad, auf dem die Bomätscher bei Windstille die Schiffe stromauf zogen. Am alten Wasserwerk vorbei geht es zur Mündung des Stechgrundbachs. Ein Gedenkstein mit Sandsteinkugel erinnert dort an Oberlandbaumeister Wolf Caspar von Klengel, der in der Nähe einen Weinberg besaß. Über den Heilstättenweg führt die Runde bergan, ein Abstecher führt hinauf zu Schloss Eckberg.
Auf demselben Körnerweg bieten Dresdner Stadtführer auch geführte Weinwanderungen an, die durch die Parks der Elbschlösser bis zum Weinberg am Albrechtsberg gehen.
Östlich von Loschwitz setzen sich die markierten Wege fort. Der Ortsverein beschreibt den Königlichen Weinberg mit blauer Markierung und den Wachwitzer Rundweg mit grauer Markierung, außerdem den Ludwig-Richter-Weg. Wer weiter will, fährt mit der Schwebebahn zur Schönen Aussicht und läuft auf dem Königsweg bis Schloss Pillnitz. Der Dichter-Maler-Musiker-Weg mit gelbem Strich verbindet den Schillerplatz in Blasewitz mit Pillnitz. Zurück geht es mit der Fähre über die Elbe und von Laubegast mit Bus oder Straßenbahn.
Am Körnerplatz am Fuß des Blauen Wunders. Dort halten die Busse, dort liegen die Talstationen beider Bergbahnen, und alle Runden auf dieser Seite starten hier.
Mit Pausen für den Ausblick etwa anderthalb Stunden: Standseilbahn hinauf, oben an der Hangkante entlang, Schwebebahn hinunter.
Ja. Der Ortsverein Loschwitz-Wachwitz beschreibt mehrere markierte Elbhangwege, darunter den Körner-Rundweg mit roter Markierung und den Wachwitzer Rundweg mit grauer Markierung.
Ja, zum Beispiel mit der Schwebebahn zur Schönen Aussicht und weiter auf dem Königsweg, oder auf dem Dichter-Maler-Musiker-Weg ab Schillerplatz. Zurück geht es mit Fähre und Bus.
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